PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kräuterausbildung 2006 - 2007, Frühlingskräuter Teil I - Feedback


Javanoth
01.05.2006, 23:15
So ;) Emu, Sabine, Matthias und Elisabeth sind gut in Wien angekommen.

Hier ein paar Eindrücke und ein bisschen Feedback zum ersten Wochenende der Kräuterausbildung 2006 bis 2007.

Ich muss ehrlich gestehen, es hat mir mehr Spaß gemacht, als ich mir gedacht habe. Bis jetzt habe ich noch wirklich keinen Bezug zu Kräutern, bzw. deren Wirkung, Vorkommen, Blütezeiten, etc. gehabt. Berührungspunkte hatte ich bis heute nur über meine Mutter (die Kursleiterin) die ich immer wieder mit Tinkturen und Esenzen (wer weiß noch, was was ist? *g*) versorgt hatte, wenn ich irgend ein Wehwehchen gehabt habe.

Gewirkt hat es immer vorzüglich, aber die wirkliche Faszination die dahinter steckt kenne ich erst seit Samstag, 14:37 Uhr als ich bewußt meinen ersten Huflatich selbst gepflückt habe.

Wie auch immer. Der Kurs, insgesamt waren (sind) wir 14 Teilnehmer, gestalte sich durch eine gelungene Mischung aus Theorie und Praxis durchwegs abwechslungsreich und interessant. Leider hatten wir am Samstag nicht das beste Wetter, auch der Sonntag war bis zum Mittag nicht sonderlich erbaulich, danach herrschte wundervolles, Tiroler Frühlingswetter. Trotz dem Regen wanderten wir jedoch schon am Samstag mehrmals in die Natur hinaus, um uns die verschiedensten Kräuter anzusehen.

Bis Sonntag Mittag begegneten wir Kräutern wie Hahnenfuß, Huflatich, Brennnessel und der Tollkirsche, sammelten Lärchen-, Fichten- und Wacholdertriebe, setzten Tinkturen und Essenzen an und lernten so einiges über die Wirkung von Huflatich und etwas Spitzwegerich in Honig eingelegt.

Dank der wirklich tollen Truppe die sich hier versammelt hatte, war eigentlich jeder Augenblick ein kleines Highlight für sich. Von Teegelagen und sonderlichen Räuschen über das phantomimische Darstellen von Pflanzen und deren Eigenschaften bis hin zu philosophischen Disputen über für und wider von Fingerfarn in 96% Alkohol ausgelassen war es immer Lustig und Unterhaltsam.

Kurzes Fazit: I gfrei mi aufs nexschte wochnende mit enk. :):)

Gute Nacht...

Emu

PS: Bilder und so werden in den nächsten Tagen wohl auf der Homepage zu sehen sein.

samoa
03.05.2006, 14:03
Also, nach vielen vielen Jahren Warten auf den passenden Zeitpunkt, sich an die Kräutersache heranzuwagen, hat mir das Schicksal viele Türen geöffnet. Der Kräuterkurs ist genau das., wonach sich mein Herz schon immer gesehnt hat und was mein Geist schon immer wissen wollte. So vergehen viele Jahre bis man endlich seinen Träumen näher kommt. Der Kurs ist so supa hat mir sehr sehr Spaß gemacht, und die Pflanzen werde ich wohl nie wieder vergessen, da wir durch das Tasten, Schmecken, Riechen und Sehen einfach viel mehr Sinne auf einmal brauchen, und man es sich einfach dadurch leichter merken kann. Es ist so eine tolle Erfahrung und eigentlich eine kleine Schande, wenn man vom Pflanzenreich keine Ahnung hat. Ein alter Schamane hat einmal gesagt* geht zurück zu den Urvölkern* nur dort werdet ihr einmal sicher sein (oder so ähnlich),..ich denke auch, geht zurück zu den Wurzeln um auch in Zeiten von Not einmal andren mit eurem Wissen helfen zu können,. denn noch gibt es viele Pflanzen die einem diese Unterstützung geben können. Ich freue mich sehr auf Tirol,..auf die Natur, die Täler, die Berge, und ganz besonders auf unsere liebe Lehrerin *Susanne*
Danke für alles, auch ganz liebe Grüsse an alle Kursteilnehmer, wir werden bestimmt noch viel wunderschöne Tage in den nächsten Jahren miteinander verbringen

Anita
08.05.2006, 11:33
Hallo,
möchte euch erzählen, was ich am Wochenende so unternommen habe. Nachdem ich mich die ganze Woche nach Wald, Wiesen und frischen Kräutern gesehnt habe, bin ich gleich an meinem freien Freitag auf die Suche gegangen. Und das war zuerst gar nicht so leicht, überall wachsen herrliche Sachen, überall bekommt man Gusto, aber: Hunde, Menschen, Abgase, Müll, Dreck oder Düngergefahr :-(
Aber dann habe ich eine ganz, ganz tolle Stelle gefunden: nämlich einen alten stillgelegten Steinbruch, der ein bissl abseits vom Weg ist. Außerdem sieht er ein bißchen wie eine Sanduhr aus, im vorderen (dem Weg zugewandten) Teil wird Schutt gelagert, daher wirkt das ganze nicht sehr einladend und der hintere Teil für den üblichen Hundegassigeher wohl auch nicht, da 2/3 von Brennesseln bedeckt sind.
Aus unserem, von Susanne geschulten Blickwinkel hat sich mir das aber ein bissl anders dargeboten: 2/3 wunderbares, herrliches Brennesselbeet durchsetzt mit Vogelmiere, Kerbel und Beifuß. Der Rest Wiese mit Spitz- und Breitwegerich, Löwenzahn, Gänseblümchen, Gundelrebe, Pfeilkresse,...
Mir lief das Wasser im Mund zusammen. Am nächsten Tag gab es zum Mittagessen: Brennesselsuppe, Zander mit Erdäpfel und Brennesselsauce (kann ich seeehr empfehlen! Danke Susanne für das Rezept!!!) und anschließend das Grüngetränk.
Am Sonntag war dann Sylvia mit mir im Steinbruch - kurzer Rundblick und schon haben wir wie die Schafe gegrast ;-)
Also für alle, die in Wien-Umgebung wohnen - solche Steinbrüche gibt es in Perchtoldsdorf, Mödling, Kaltenleutgeben recht häufig, einfach mal auf die Suche gehen kann ich jedem empfehlen.
War ein tolles Wochenende!
Alles Liebe
Anita

Susanne
10.05.2006, 09:43
Da geht mir ja richtig das Herz auf bei diesen tollen Erfahrungen, die Ihr so macht. Außerdem: Wer suchet, der findet. Da bin ich total überzeugt davon, man muss nur fest genug suchen und es muss wichtig genug sein!
Bussi Susanne